Der heimatkundliche Lehrpfad in Hahnenklee

Am 15. November ging es für einen Wanderung nach Hahnenklee in den Harz. Ein kleiner Ortswechsel, um in dieser Zeit auch ein paar neue Eindrücke aufzunehmen und sich mit einem Teil der Familie zu einer Wanderung zu treffen.

Nach einen Frühstück unter freiem Himmel ging es auf dem heimatkundlichen Lehrpfad durch die herbstliche Natur. Start war am Kurhaus. Man kann einfach der Beschilderung folgen.

Augen und Ohren offen halten und hier und da die kleinen Dinge auf dem Weg oder am Wegensrand bemerken, sich freuen und dabei ein Stück weit die derzeit doch mit relativ unkontrollierbaren Problemen behaftete Gegenwart vergessen – das ist das Ziel bei unseren Ausflügen in dieser Zeit.

Ein wenig fühlte ich mich an die sonntäglichen Wanderungen mit meinen Eltern erinnert – das war Mitte der 1970er Jahren und nicht im Harz, sondern im Weserbergland.

Aber auf den Ort kommt es ja gar nicht an, diese kleinen Dinge gibt es fast überall zu sehen – wenn man sie sehen will.

Zuächst ging es durch den Wald, hier gab es ein sehr schöne Stück Weg mit Moos, viel Klee und einem Fliegenpilz.

Dazu kam hier nich ein besonders schönes Licht von vorn, ein wenig Märchenatmosphäre. Dann weiter durch den Ortsteil Bockswiese.

Der Weg ist gespickt mit allerlei Hinweistafeln, auf denen dem Wanderer Flora und Fauna nähergebracht werde.

Ab und zu Stationen wie das Wasserrad, die Köhlerhütte oder an einem der kleinen Stausseen ein schöner Spielplatz. Bei diesem Wasserrad habe ich ein wenig experimentiert, welche Belichtungszeit wohl ein interessantes Resultat ergeben würde.

Von 1/60 bis zu einer 1/1000 Sekunde habe ich verschieden Varianten – die 1/60 ist auf diesem Foto zu sehen, die Dynamik im Bild hat mir gut gefallen. Ein schöner Gegensatz zum erzwungenen Stillstand großer Teile der Gesellschaft.

Überall sind die Früchte der Berberitzen zu sehen, teilweise auch noch mit gelben Blättern wie auf diesem Bild.

Die Stauseen stammen aus der Zeit des Silberbergbaus – das liegt ein paar Hundert Jahre zurück. Hier blickt man oben auf einen der Seen herunter.

Und die vielen Stationen und Tafeln am Weg halten die Geschichte lebendig. Hier ist die Köhlerhütte zu sehen.

Zurück im Ort Hahnenklee ist die Stabkirche nach skandinavischem Vorbild unbedingt einen Besuch wert.

Ein interessantes Gebäude mit beeindruckenden Holzschnitzereien. Hier kann man sich gut etwas länger aufhalten, die Kirche kann auch von innen besichtigt werden.

Wir entschieden uns diesmal aber für den Rückweg zum Parkplatz – hier gab es noch Kaffee und Kuchen – wieder unter freiem Himmel. Die verwaisten Restaurants und Hotels lassen einen spüren, dass das irgendwie doch kein normaler Sonntagsspaziergang war.